Mediation fördert die EU-Annäherung
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- Veröffentlicht: Montag, 19. Dezember 2022
„Wirtschaftsmediation“ war das Thema eines Arbeitsbesuchs in Frankfurt am Main vom 14. bis 17. November 2022, zu dem das Bundesministerium der Justiz (BMJ) und die IRZ eine Gruppe von montenegrinischen Mediatorinnen einlud. Unterstützt wurde dieses Projekt vom Zentrum für alternative Streitbeilegung Montenegros und von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, in deren Räumen die Schulungen stattfanden.
Die Teilnehmenden sind in ihrem Heimatland als Ausbilderinnen im Bereich der Mediation tätig und auch die IHK Frankfurt am Main ist im Bereich der Mediatorenausbildung aktiv. Das Programm des dreitägigen Arbeitstreffens bestand daher aus Vorträgen, Diskussionsrunden und Rollenspielen, die von der Rechtsanwältin Prof. Dr. Renate Dendorfer-Ditges und der Rechtsanwältin und Solicitor (England & Wales) Anke Beyer gestaltet wurden.
Kombination von Präsenz- und Online-Elementen
Diese Präsenzelemente wurden durch Online-Zuschaltungen ergänzt, in deren Rahmen die wichtigsten Akteure der Mediation in Deutschland und ihre Aktivitäten vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt stand hier die Frage der Qualitätssicherung und der Umgang mit schwierigen Situationen in der Mediation.
Rechtspolitische Dimension der Veranstaltung
Die Teilnehmerinnen erhielten so ein umfassendes Bild von der Mediation in Deutschland und viele Anregungen für ihre eigene praktische Arbeit, die helfen werden, die Richtlinie 2008/52/EG über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen in Montenegro umzusetzen. Die Veranstaltung leistet einen Beitrag zur effektiven Lösung von Rechtsstreitigkeiten, die auch Gegenstand der Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen dem montenegrinischen Justizministerium – dem Gründer des Zentrums für alternative Streitbeilegung Montenegros –und dem BMJ ist.